ZUM TEXTHauptmenüHauptseiteFamilienhandbuch-Forum Stichwortsuche von A bis ZAktivitäten mit KindernAngebote/Hilfen Behinderung Elternschaft Ernährung Erziehungsbereiche Erziehungsfragen Familie und Beruf Familienbildung Familienforschung Familienpolitik Gesundheit Häufige Probleme Haushalt/Finanzen Jugendforschung Kindertagesbetreuung Kindheitsforschung Kindliche Entwicklung Leistungen für Familien Partnerschaft Rechtsfragen Schule Teil- und Stieffamilien Trennung/Scheidung VerschiedenesImpressumKontakt | ZUM MENÜFamilienzuwachs - Wie Sie Ihr Kind auf ein neues Baby vorbereitenYvonne von Wulfen und Kathrin Wichmann Die Ankunft eines neuen Babys bringt für jede Familie bedeutende Veränderungen mit sich. Manche Kinder freuen sich sehr, wenn sie einen kleinen Bruder oder eine Schwester bekommen und gehen liebevoll und fürsorglich mit dem neuen Baby um. Andere Kinder wiederum reagieren eifersüchtig oder sogar aggressiv auf das Baby. Wenn Sie Ihr Kind auf ein neues Geschwisterchen vorbereiten, verhelfen Sie Ihren Kindern zu einem guten Start in ihrer Beziehung. Bereiten Sie Ihr Kind rechtzeitig auf das neue Baby vorErzählen Sie Ihrem Kind von dem neuen Geschwisterchen etwa drei bis vier Monate, bevor das Kind auf die Welt kommt. Sagen Sie Ihrem Kind, dass Sie ein Baby bekommen, weil Sie eine größere Familie haben möchten. Erzählen Sie nicht, dass Sie das Baby bekommen, damit es einen Freund oder Spielkameraden hat. Ihr Kind wäre enttäuscht von dem neuen Baby, das meist schläft und nicht mit ihm spielt.Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Babys und was es zu erwarten hatReden Sie mit Ihrem Kind darüber, wie es sein wird, wenn das Baby nach Hause kommt. Erzählen Sie Ihrem Kind, wie es selbst als Baby war, und zeigen Sie ihm Fotos. Bei älteren Kindern kann sich an dieser Stelle auch die Gelegenheit ergeben, über Sexualität zu reden.Nehmen Sie notwendige Veränderungen im Tagesablauf Ihres Kindes im Voraus vorFalls Änderungen in der Familienroutine notwendig sind, wie z.B., dass Ihr Kind von einem Gitterbett in ein Bett oder in ein anderes Zimmer zieht, sollten Sie dies rechtzeitig vorher erledigen. Vermeiden Sie, dass Ihr Kind den Eindruck hat, dass diese Veränderungen wegen des Babys vorgenommen werden. Und vermeiden Sie es, im letzten Monat vor der Geburt größere Veränderungen im Tagesablauf Ihres Kindes einzuführen.Beziehen Sie Ihr Kind mit einEs ist sehr wichtig, dass sich Ihr größeres Kind nicht ausgeschlossen fühlt. Fragen Sie es, ob es beim Wickeln oder beim Aufpassen helfen möchte. Loben Sie Ihr Kind für die Mitarbeit. Falls es nicht helfen möchte, zwingen Sie es nicht dazu.Und reden Sie mit Ihrem Kind über das Baby. Zeigen Sie ihm, wie man es halten und berühren soll. Wenn Verwandte und Freunde zu Besuch kommen, um das neue Baby zu besuchen, ermuntern Sie sie dazu, auch Ihrem älteren Kind Aufmerksamkeit zu schenken. Ermuntern Sie Ihr Kind, zärtlich zu seinLassen Sie Ihr Kind das Baby im Arm halten und mit ihm schmusen. Loben Sie Ihr Kind dafür, dass es mit dem Baby zärtlich umgeht und reden Sie mit Ihm darüber, wie das Baby darauf reagiert. Zärtlichkeiten fördern die Beziehung zwischen ihm und dem Baby, und zeigen, dem älteren Kind, dass es mit dem Baby Spaß haben kann.Rechnen Sie mit gemischten Reaktionen Ihres Kindes, wenn es das Baby zum ersten Mal siehtUnabhängig davon, welche Schritte Sie vor der Geburt des neuen Babys unternehmen, sollten Sie nicht zu besorgt sein, wenn Ihr Kind Sie zunächst nicht umarmen oder mit Ihnen kuscheln möchte, wenn Sie aus dem Krankenhaus zurückkommen - es wird zu Ihnen und dem Baby stoßen, wenn es soweit ist.Beschäftigen Sie sich jeden Tag eine bestimmte Zeit ausschließlich mit Ihrem KindVersuchen Sie, im Verlauf des Tages immer wieder einige Minuten mit ihrem Kind zu verbringen. Es ist wichtig, dass Sie Ihrem Kind das Gefühl vermitteln, für Sie wichtig zu sein, dass Sie ihm Ihre Zuneigung zeigen und dass Sie Ihm sagen, dass Sie es lieben.Mit problematischen Verhalten umgehenWenn Probleme auftreten, kann es daran liegen, dass sich Ihr Kind übergangen fühlt. Einerseits kann es helfen, dem Kind etwas wertvolle Zeit zu schenken, um das Ungleichgewicht auszugleichen, auf der anderen Seite ist es wichtig, dass Sie nicht aus Versehen unerwünschtes Verhalten verstärken, indem Sie z.B. babyhaftem Verhalten wie Daumenlutschen oder dem Wunsch, eine Windel zu tragen, zu viel Beachtung schenken.Natürlich müssen Eltern auf jede Art von ernsthaftem Fehlverhalten, wie z.B. wenn das Kind dem Baby wehtut, schnell reagieren, um dem Kind zu signalisieren, dass dieses Verhalten nicht in Ordnung ist. Denken Sie auch daran, dass unabhängig davon, wie vorbildlich sich Ihr Kind verhält, Ihr Kind einen Platz haben sollte, wo es täglich spielen kann, ohne von dem Baby gestört zu werden. ElterntippVermeiden Sie, dass sich Ihr Kind wegen eventueller negativer Gefühle gegenüber seinem Geschwisterchen schuldig fühlt, indem Sie diese Gefühle auf konstruktive Weise aufgreifen. Wenn Ihr Kind sagt, dass es das Baby nicht mag, könnten Sie ihm zustimmen, dass es nicht immer lustig ist, ein Baby im Haus zu haben. Sie könnten darüber sprechen, dass Sie das Baby lieb haben, aber einige Dinge auch anstrengend finden, wie z.B. mitten in der Nacht aufstehen.Quelle
Triple P "Kleine Helfer" - Säuglinge - Wie Sie Ihr Kind auf ein neues Baby vorbereiten Autorinnen
Dipl.-Psych. Yvonne von Wulfen | ||
Letzte Änderung: 08.05.2007 13:40:22 |